• unser Dorf

    Er fiel im frühen Morgenrot

    Zwischen Gelächter und Tränen liegt ein schmaler Grat. Dabei hatte der Tag so gut angefangen.Die Kinder waren vorfreudig durch die verschneite Feldmark zum See gelaufen. Wir zogen die Packschlitten mit den Schlittschuhen, Decken, Tee und Butterbroten hinter uns her und freuten uns über die Wintersonne und die klare Luft. Ein Pferdeschlitten überholte uns, das Pony stieß kräftige Dampfwolken aus seinen Nüstern und der Fünfjährige sagte: „Jetzt atmen wir das Pony ein.“ Die Kinder malten sich aus, wie sie heute noch schneller über das Eis sausen würden.Dann hörten wir die Kettensägen.Und das Krachen fallender Bäume.Und als wir in den Weg zu unserem Pacht-Grundstück einbogen, sahen wir den Berg aus Stämmen und…

  • Nachhaltigkeit,  unser Dorf

    „Alle großen Bäume gefällt“

    Wir brauchen dringend Regen. Wieder so ein Satz, den ich früher in der Stadt nie gesagt hätte. Da bedeutete Regen, dass ich nicht Fahrrad fahren konnte und mit der U-Bahn dauerte alles doppelt so lang. In der Stadt hab ich Sätze gesagt wie: „Hast du das neue Stück von René Pollesch gesehen?“ Aber seit ich auf dem Dorf wohne, bin ich so weit, dass ich René Pollesch für eine alte Apfelsorte halte. Also, es fehlt Niederschlag. Wir sitzen hier schon wieder seit Wochen auf dem Trockenen und meine Beete bekommen Risse wie meine Schienbeine im Winter. Die Kinder finden das natürlich spitze. Bei anhaltenden Hochdruckgebieten dürfen sie die Gärten und…