unser Garten

Nachwuchsplanung

Rambo brütet was aus. Im Idealfall zehn Küken. Wir hätten ja gern neun Hennen und einen federfüßigen Zwerg-Hahn. Wenn diverse *Hühner darunter sind, wäre das auch OK, insofern sie nicht vor 7 Uhr die Nachbarschaft zusammen krähen. Vermutlich können wir aber schon froh sein, wenn aus den 10 befruchteten Eiern, die uns ein netter Zwerghuhn-Züchter geschenkt hat, wenigstens fünf Küken schlüpfen.
Rambo brütet seit Ostern. Sie ist eine gute Glucke, kampferprobt und nicht zu nervös, aber wie die meisten Mütter schlecht in Selbstfürsorge. Sie hockt ununterbrochen auf dem Nest, ohne zu essen und zu trinken. Also übernehme ich den Job der besten Freundin und zwinge sie liebevoll dazu. Einmal pro Tag muss sie vom Nest runter. Dazu hebe ich erst vorsichtig ihre Flügel an, weil sie immer ein paar Eier in ihren Achselhöhlen versteckt, falls man das bei Hühnern so nennen kann. Anfangs wusste ich das noch nicht, da sind die Eier unsanft aus den Flügeln gepurzelt. Dann füttere ich sie mit Sonnenblumenkernen und Mais und gehe mit ihr spazieren, damit sie ein Staubbad nehmen und einen Haufen absetzen kann. Dabei schaue ich natürlich diskret zur Seite. Nach zehn Minuten rennt sie aufgeregt gluckend zu ihren Eiern zurück, rollt sie mit dem Schnabel in Position und verfällt wieder in ihre Brut-Starre.
14 Tage hat sie schon gebrütet, 7 liegen noch vor uns. Sollten auf Grund einer Laune des Schicksals fünf Hähnchen in den Eiern hocken, haben wir ein Problem. Bisher haben wir aus Gründen der Nachbarschaftspflege gar keinen Hahn. Da wir aber Nachbarn mit einem recht lauten Hund und Nachbarn mit Auspuff-Verstärker haben, sollte zumindest ein kläglich krähender Zwerghahn zumutbar sein. Zur Not muss er halt im Haus schlafen, wir sind ja dank unserer Kinder ohnehin früh wach.

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